Tag des offenen Ateliers

13.12.18

1. Tag des offenen Ateliers, 26. September, 2010

Eine weitere Veranstaltung, die ich zusammen mit dem Kunstverein hatte.
Da wir bis jetzt schon viele Märkte hatten, wollten wir diesmal wieder etwas anderes machen.
So kamen wir auf die Idee, unsere Ateliers zu öffnen, um den Besuchern einen Eindruck von unserem Arbeitsplatz zu geben. Einige von uns waren jedoch nicht so begeistert von der Idee ihre privaten Bereich der Öffentlichkeit zu zeigen. So entschloßen wir uns ziemlich schnell, daß immer zwei Künstler ihre Ateliers und Werke zusammen zeigen sollten. Zum Schluß waren das dann fünf Orte, an dem dies stattfinden würde.

Es gibt einen Brauereiwanderweg durch unseren Ort, der nahe an den "Orten" unserer "Ateliers" vorbeiführt. Dies nahmen wir als Beispiel und kreierten einen kleinen Wanderweg, der diese fünf Atelier-Orte verbindet. Die Besucher würden die Flyer an jedem Ort abstempeln lassen und wenn alle fünf abgewandert sind, ein kleines Geschenk als "Dankeschön" erhalten. Diese Geschenke würden individuell von jedem Künstler gestaltet und somit Unikate sein.

Wir planten für diese Veranstaltung schon im Mai (vor unserem Sommerfestival) und suchten uns einen Sonntagnachmittag in der Hoffnung, daß das Wetter an diesem frühen Herbsttag noch so angenehm sein würde, daß viele an dieser kleinen Wanderung teilnehmen würden.

Da bis dahin noch so viel Zeit war, arbeitete ich intensiv, um den SF-Roman bis dahin fertig zu haben. Und so war es auch - ein Monat im voraus sogar!

Dieses mal wollte ich noch andere Dinge zeigen außer den Zeichnungen und Büchern. Darum nahm ich den restlichen Monat bis zu dem "großen" Tag für Näharbeiten - mit übriggeliebenem Material, das auf meinem Dachboden jahrelang lagerte.
Da Plastikeinkaufstüten (die bis jetzt massenhaft in Lebensmittelläden verkauft und dann nur weggeworfen werden) durch die EU demnächst verboten werden sollen, habe ich welche aus Stoff gemacht - oft wiederverwendbar! Zu der veranstaltung habe ich auch noch Stoffe mit anderen Farben und Texturen mitgenommen, um solche Taschen vor Ort nach Kundenwunsch nähen zu können.

Als Geschenk habe ich Texilblüten gemacht. Dies ist eine Handarbeitsidee aus den 70'er Jahren, aber schon fast vergessen. Auch dieses Material hatte ich an der Veranstaltung dabei um vor Ort weitere zu basteln.

Ich teilte die Garage mit einer anderen Künstlerin, Christiane Rethmeier, die sowohl ihre Aquarell- und Acryl-Bilder zeigte als auch ihr Fotobuch über unseren Wohnort.

Zurückschauend auf diesen Tag kann ich sagen, er war erfolgreich. Am Tag vorher hatte das Wetter gedreht; es nieselte und war auf einmal recht kalt geworden. Keine Spätsommerwärme mehr. Aber zu unserer Überraschung hatten wir viel mehr Besucher als erwartet. Die Ateliers waren für fünf Stunden geöffnet; die ersten drei davon sehr gut besucht - fast schon zuviel für die Garage. Danach kamen nur noch wenige. Jetzt jedoch hatte ich die Möglichkeit mit jedem länger als nur ein paar Minuten zu reden.

Und dann war da noch ein etwa zehn Jahre alter Junge, der die Textilblumen gesehen hatte und so eine haben wollte. Also habe ich ihm gleich an Ort und Stelle eine gebastelt. Er wartet nur circa fünfzehn Minuten mit immer größer werdenden Augen und Lächeln je mehr die Blume Gestalt annahm.
Und er war dann so stolz diese Blüte zu besitzen. Ganz vorsichtig, damit er sie nicht zerdrückt, steckte er sie dann in seine Jackentasche.
Auch ich hatte dann ein großes Lächeln im Gesicht. :D

Hier nun ein paar Impressionen meines Teils der Garage:

Tisch
rechte Tischseite

Tisch
linke Tischseite

Wand
andere Wand

Bücher
Bücher

Arbeit
Arbeitsplatz